Kein Weg ist zu weit

Ich wandere ja überwiegend mit deutschen Gästen, die Anreise nach Schweden hat daher jeder auf seinem Tacho. Aber dass Gäste fast von der schwedischen Ostküste etwa 200 km von ihrem Ferienhaus zu uns fahren, um eine schöne Wanderung mit mir zu machen, das ist doch etwas Besonderes.

Stefan und Manuela dachten sich “Wenn schon, denn schon!”. Das erste Mal ohne die Kinder in den Urlaub, da kann man ganz anders planen, das nutzen wir aus. Ich habe mit Stefan ein bisschen hin- und hergemailt, ein Termin wurde vereinbart, und ich habe eine schöne Route zusammengestellt.

So sind die beiden zu uns ins SchwedenParadies gekommen und wir haben bei strahlendem Sonnenschein einen wunderschönen Tag im Wald und am Bolmen verbracht.

Mein Kistenkobold Seven durfte uns begleiten und hat sich mit ihrem Charme natürlich auch gleich in die Herzen geschlichen.

Meine Gäste waren durchaus wander-erfahren und so war die Vorgabe auch “10-12 km dürfen es gerne sein, wir sind auch Frühaufsteher, wir sind um 10 Uhr bei euch”.

Erst war der Himmel noch ein wenig bedeckt, aber der Pulli ist schnell in den Rucksack gewandert, weil keine Wolke mehr am Himmel zu sehen war. Wenn es nach Seven gegangen wäre, hätten wir gerne schneller unterwegs sein können.

Kommt ihr endlich? Hier geht’s weiter!

Bei unserem zweiten Stopp am See haben wir uns dann zu einer ausgiebigen Rast niedergelassen und die Ruhe genossen – bis der Bauer mit seinem großen Trecker vorbeikam, um das Gras zu mähen und natürlich neugierig zu fragen, von wo wir kommen und wo es hingehen soll – alles sehr freundlich, sehr schwedisch und sehr entspannt.

Bei Kaffee, Tee, Keksen, Wassermelone und Butterbrot haben wir es uns gut gehen lassen – wer braucht schon ein Sternemenü?

Wir haben unterwegs ganz viel erzählt und gelacht und bei gleichen Interessengebieten wie Wandern, Natur, Kräuter, Gartenbau, Kochen und Backen usw. sind uns die Themen auch nicht ausgegangen.

Es ging dann wieder weg vom See und weiter durch den Wald, auf den Wegen und auch querfeldein …

…, um wieder an den See zu kommen und endlich auch einmal die Schuhe auszuziehen und die Füße im Wasser des Bolmen zu baden.

Die ersten größeren Motorboote waren auf den See, der Himmel immer noch strahlend blau und das Wasser angenehm warm. Eine richtige, schwedische Sommeridylle. Ach so, am Strand waren wir trotzdem ganz für uns. Nix mit überfülltem Massentourismus zur Hauptsaison. Zum Glück kenne ich auch um diese Jahreszeit Wege und Plätze, die nicht überlaufen sind. Das geht selbst in Schweden im Juli und August ganz anders.

Danach hieß es: Bitte eine sportliche Gymnastik-Einlage für das Abtrocken der Füße und das Wieder-Anziehen von Socken und Schuhe und anschließend haben wir uns in gemütlichem Tempo wieder auf den Heimweg zum SchwedenParadies gemacht.

Also wieder in den Schatten der Bäume und unterwegs von Glockenblume, Schafgabe und Johanniskraut erzählt.

Dann waren wir gut 5 Stunden später, mit 2 Auto-Begegnungen und dem schon erwähnten Bauern mit Trecker, von der heutigen Tour aus der Einsamkeit zurück. Für den Heimweg habe ich Stefan und Manuela noch einen Halt in Tiraholm für das Abendessen und eine Fahrt mit der Kabelfähre über den Bolmen empfohlen – getreu dem Motto: Wenn ihr schon mal hier seid.

Und dann kam der Hammer: Stefan arbeitet als freier Illustrator und Grafik-Designer. Inspiriert von der Natur zeichnet er tolle Motive und vertreibt diese u.a. auch in seinem Shop auf T-Shirts, Sweatshirts, Bechern usw. Als Dankeschön für den schönen Tag habe ich einen Bilderrahmen und ein T-Shirt mit einem tollen Wandermotiv geschenkt bekommen.

Ich bin immer noch ganz sprachlos – ganz herzlichen Dank auch auf diesem Wege. Ich habe mich wirklich tierisch gefreut!

Wer also auf der nächsten Tour mit mir im Partnerlook gehen möchte oder auch einfach so von dem Motiv begeistert ist, sollte sich einmal umschauen unter www.da-ko-ma.com und bei der Bestellung einen lieben Gruß von mir sagen. Das gibt zwar keinen Sonderpreis, aber bestimmt ein Lächeln auf Stefans Gesicht, und das ist es allemal wert.

Wir sind uns sicher, wir bleiben in Kontakt, und vielleicht lest ihr ja demnächst eine neue Geschichte von einer gemeinsamen Wanderung.

Ein Kommentar zu „Kein Weg ist zu weit“

  1. Sehr schön beschrieben, es war ein superschöner Tag bei Dir, liebe Bärbel! Die lange Anfahrt hat sich in jedem Fall gelohnt, irgendwie hatte ich das schon im Gefühl, als ich dein kleines Dankeschön eingepackt habe! 🙂

    Deine Tipps für die Rückfahrt haben wir wahrgenommen und sind auch da nicht enttäuscht worden.

    Liebe Grüße und bis bald!

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