Auf kurzen Beinen über Stock und Stein

Es gibt ja immer noch viele Menschen, die nie in Schweden waren und unsere aktuellen Scully-Haus Gäste zählten auch dazu. Neben den eigenen Touren aus unserer Ausflugs-Info-Mappe wollten sie auch gerne den schwedischen Wald wirklich hautnah erleben.

Die alte Dame Jule ist mit ihren 11 Jahren kein Spring-ins-Feld mehr und so hatten wir uns auf eine kleine gemütliche Runde verabredet. Obwohl die Sandwege bei längeren Touren durchaus angenehm sind, dachte ich mir, dass so eine kleine Runde ja viel schöner ist, wenn wir querfeldein laufen.

Meine Gäste waren einverstanden und so haben Seven und ich sie mitten in die Wälder rund um unsere beiden Ferienhäuser entführt.

Mit meinem Kistenkobold habe ich hier schon unzählige Kilometer zurückgelegt und so ziemlich jeden Verbindungsweg – auch ohne erkennbaren Weg- zwischen den „eigentlichen“ Wege erforscht. Mal klappt das gut, in anderen Gebieten ist der Baumbestand noch zu jung und daher undurchdringlich oder es ist moorig. Auch das haben wir entsprechend erforscht. Dann bleibt nur zurückzugehen.

So wissen wir beide jederzeit, wo wir sind und wo es weitergeht. Meist brauche ich Seven nur voranzuschicken, und sie findet den Weg alleine. Wenn man das aber nicht kennt, macht es schon einen großen Unterschied, ob man auf einem Weg wandert oder wirklich mitten durch den Wald. Macht das aber bitte nicht nach, wenn ihr euch nicht auskennt, unter Umständen landet ihr schnell auf Privatgrund und seid dann wirklich nicht willkommen.

Jule hat sich richtig tapfer geschlagen und unsere ungewöhnliche Tour sehr genossen. Den Elch haben wir leider nicht gesehen, aber die Rehe haben in einer Schonung herumgeraschelt und Sevens Nase ging eindeutig in die gleiche Richtung. Leider haben sie sich uns nicht gezeigt. Frische Wildschweinspuren hatten wir auf dem Weg und der Specht war auch des Öfteren zu hören.

An einer Stelle brauchte Jule dann aber doch etwas menschliche Hilfestellung:

Unser Päuschen am See durfte natürlich auch auf dieser Wanderung nicht fehlen und danach ging es dann frisch gestärkt wieder im Zickzack zurück zum Auto.

Das war ein Nachmittag der besonderen Art, soviel wandere ich normalerweise nicht abseits der Wege. Die beiden vierbeinigen Mädels werden wohl keine Freunde mehr, aber sie konnten sich prächtig ignorieren. Wir Zweibeiner waren uns da deutlich sympathischer.

Wir sagen Danke für den Tag, das frische Frühlingsgrün war noch in den Startlöchern. Dafür wart ihr Anfang Mai ein kleines bisschen zu früh, aber auch wir haben ja „Auf Wiedersehen“ und nicht „Tschüss“ gesagt.

2 Kommentare zu „Auf kurzen Beinen über Stock und Stein“

  1. Liebe Bärbel,
    danke für den tollen Blog Beitrag. Wir haben die Wanderung mit Dir und Seven sehr genossen. Freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen mit Euch.
    Vi ses Andre, Anja und Jule

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