Das hier ist der Blog-Text, der jahrelang gepasst hat:
Ihr habt Horror-Geschichten über die schwedische Mückenplage gelesen und seid unsicher, ob ihr euch das antun müsst. Das ist mehr als verständlich. Diese Meldungen stammen aus Mittel- und Nordschweden. Da stimmen sie auch heute noch. Eine Fjäll-Wanderung in 2025 hat das eindrucksvoll bestätigt.
Unser Ferienhaus liegt glücklicherweise in Süd-Schweden. Hier ist die Mückensituation sehr entspannt. Ihr könnt durchatmen und euch auf den Urlaub freuen! Vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätsommer gibt es hier ganz normale Mücken. Im Juni und Juli gesellen sich zeitweise Kriebelmücken und „Knots“, kleine schwedische Plagegeister, dazu. Im Herbst verschwinden diese drei Plagegeister langsam und überlassen den „Elchfliege“ genannten Hirschlausfliegen noch kurz das Feld. All diese Mistviecher können pieksen oder beißen.
Es gibt Wetterlagen und einzelne Tage, an denen euch das oben genannte Flug-Getier nerven kann. Wir haben insgesamt aber keinen Unterschied zwischen Deutschland und Süd-Schweden festgestellt, was die Belastung durch diese fliegenden Nervtöter angeht.
Wir nutzen gelegentlich präventiv normale, handelsübliche Mückenschutzmittel wie Autan, Ballistol oder MyggA und ähnliche Produkte.
Vernebelungsgeräte für Insektizide sind an und in unserem Ferienhaus verboten, da diese nicht selektiv auf Mücken wirken sondern auch Bienen, Hummeln und andere Nützlinge töten. Aufgrund ihrer Beliebtheit und des sorglosen und unreflektierten Einsatzes, sind diese Geräte mit ursächlich dafür, dass wir in Südschweden immer weniger Insekten haben.
So ist die Situation 2026:
Es sind in diesem Sommer fast keine Mücken mehr unterwegs. Wenige Bienen, ganz wenige Wespen, ein paar Hornissen, nur ein ganz paar Libellen. Ein paar Fliegen und um Midsommar herum wenige Knots.
In unserer Umgebung gibt es aktuell so wenige Insekten, wie wir in 15 Jahren Schweden nicht erlebt haben.