MÜCKEN!!!

Um Mücken in Schweden ranken sich ähnlich viele Legenden, wie um Lebenshaltungskosten, Alkohol und das Jedermannsrecht. Für die Region um unsere Ferienhäuser herum liefere ich hier Fakten und gebe ein paar nützliche Tipps.

Das Wichtigste zuerst: Vor den Schlafzimmerfenstern in allen Häusern und Gästehäusern sind hier im SchwedenParadies Mückenschutz-Gitter installiert. Nach einer kurzen abendlichen inspektionsrunde durch das Schlafgemach steht einem von Insekten ungestörten Nachtschlaf nichts im Wege. Auch nicht bei geöffnetem Fenster.

Die für die dramatische Mückenphobie vieler Schweden-Neulinge verantwortlichen (echten!) Horrormeldungen über Unmengen an Mücken, die einen überfallen, sobald man das Haus verlässt, stammen aus einigen Gebieten in Mittel- und Nordschweden. Unsere Ferienhäuser liegen in Süd-Schweden, im westlichen Småland, an der Grenze zwischen Hallands-Län und Kronobergs-Län. Hier gibt es Seen, Wälder und Moore. Und ja, hier gibt es Mücken – in aller Regel aber nicht mehr als an allen möglichen Tümpeln, Seen und Flüssen oder in Wäldern und Mooren in Deutschland.

Also alles halb so wild. Ihr könnt durchatmen und euch weiter auf den Urlaub freuen!

Vom zeitigen Frühjahr bis Spätsommer gibt es in der Region, in der unsere Ferienhäuser stehen, die aus Deutschland bekannten Stechmücken. Im Juni und Juli gesellen sich gerne die in Deutschland etwas selteneren Kriebelmücken dazu. Im Herbst, rechtzeitig zur Elchjagd, löst die in Schweden oft Elchfliege genannte Hirschlausfliege die beiden anderen Arten ab.

All diese Mistviecher können einen stechen oder zwicken – leider.

Unsere ganz persönliche Erfahrung hier vor Ort ist, dass es durchaus Wetterlagen und einzelne Tage gibt, an denen das oben genannte Flug-Getier wirklich nerven kann. Wir nutzen dann präventiv handelsübliche Mückenschutzmittel wie zum Beispiel Autan oder Ballistol aus Deutschland oder MyggA oder diverse ähnliche Produkte aus Schweden.

Es gibt hier in Schweden auch ziemlich grobe chemische Keulen als Lotion, Spray oder als batteriebetriebenen Aerosolverdampfern, der am Gürtel getragen wird. Als Chemiker finde ich die Wirkmechanismen hinter den Produkten in der Theorie durchaus interessant, möchte damit aber in der Praxis bestimmt nicht in Körperkontakt kommen. Hier rate ich zur Vorsicht bei der Auswahl vor Ort. Denn DAS Mückenschutzmittel, welches immer und überall wirkt und alle Quälgeister vertreibt, gibt es ohnehin nicht. Und warum sich dann unnötig Insektengift aussetzen?

Es gibt über die Mittel für direkten Körperkontakt hinaus auch verschiedene Anti-Mückenkerzen, -spiralen und -stäbchen, die man im Außenbereich gut verwenden kann, um die Plagegeister auf Abstand zu halten. Für den Innenbereich gibt es zum Beispiel Duft-Teelichter, die eine ähnliche Wirkung haben.

Wenn es mal einen Tag gibt, an dem die chemischen Mittelchen nichts bringen, helfen folgende bekannte Tipps und Tricks:

  • Frei liegende Körperstellen vermeiden (lange Ärmel und Hosenbeine, Kopfbedeckung, Halstuch)
  • Körperhygiene etwas „übertreiben“, denn Körperdüfte, Schweiß, Parfüm, Alkoholausdünstungen etc. locken Mücken an
  • Flüchten und die Mücken meiden (manchmal sind die Mücken, die vormittags genervt haben, am Nachmittag schon wieder verschwunden)

Ein gut gemeinter Rat zum Schluss: Ärgert euch nicht über die Mücken! Ihr ändert damit nichts, werdet nicht weniger gestochen und verschwinden tun die Biester dadurch auch nicht. Am Ende ist und bleibt es ein Mückenstich (oder zwei oder drei…) der juckt und wieder verschwindet. Schweden und euer Urlaub sind viel zu schön, um sich zu ärgern!

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