Hunde (-urlaub) im SchwedenParadies II

Den Beitrag gibt es doch schon, oder? Ja. Stimmt. In dem zwei Jahre alten, ersten Beitrag mit diesem Titel habe ich mich schon einmal ausführlich mit dem Thema Hund(e) im SchwedenParadies beschäftigt.

Von den Gästen unsere Ferienhäuser bringen mehr als drei Viertel ihre(n) Vierbeiner mit in den Urlaub. Das heißt, seit dem ersten Beitrag haben wir jede Menge Hunde und ihre Menschen kennengelernt und online noch zu vielen weiteren Hundeleuten Kontakt gehabt. Fast alle Erfahrungen waren dabei positiv. Dafür ein großes Dankeschön an dieser Stelle.

Ein paar Punkte rund das Thema Hund im SchwedenParadies geben, trotz der Infos im ersten Beitrag, ab und an Anlass zur Diskussion oder auch zu Missverständnissen. Ich rolle jetzt nicht das komplette Hundethemaneu auf, sondern schreibe ein paar ergänzende Worte zu den unklaren Punkten:

Das Hundealter – Welpen müssen nicht unbedingt in den Ferienhaus-Urlaub

Wir selbst haben Hunde solange wir denken können. Fast immer vom ganz jungen Welpen bis zum uralten Senior, ein ganzes Hundeleben lang. Wenn wir einen Welpen hatten, sind wir nie auf die Idee gekommen, mit dem Welpen in den Urlaub zu fahren. Auf diese Idee kommen aber Neu-Hundebesitzer heute durchaus mal.

Ein Welpe hat Eigenarten, die wir als Ferienhausbesitzer nicht in unserem Ferienhaus ausgelebt wissen möchten. Solange der Welpe nicht stubenrein ist, kommen sehr regelmäßig alle möglichen Körperausscheidungen aus ihm heraus, die wir in unserem Ferienhaus nicht haben möchten. Mit den wachsenden Zähnen neigen Welpen dazu, an allem Möglichen zu nagen. Wir haben großes Interesse daran, dass unsere Teppiche, Möbel, Türen etc. heil bleiben und nicht zwischen zwei Mietparteien repariert oder erneuert werden müssen. Ein Welpe und die pflegliche Behandlung eines Ferienhauses passen, unserer Meinung nach, nicht wirklich gut zusammen.

Überlegt doch deshalb bitte zwei Mal, bevor ihr mit eurem Welpen oder sehr jungen Hund in den Ferienhaus-Urlaub fahrt. Wartet doch einfach ein klein wenig ab, bis sich euer neuer Kumpel zurechtfindet und dann nichts wie ab ins SchwedenParadies. Aber müssen wir unbedingt euren ganz kleinen (K)Racker kennen lernen?

Die Hunderasse – Schreibt bitte ehrlich, welche Hunderasse ihr mitbringt

Eine Partei füllt die Anmeldung aus und gibt Dogge an. Gekommen sind sie mit einem relativ aggressiven Mix aus französischer Bulldogge und Mastiff.

Eine andere Partei schreibt, ganz beiläufig in der Anfrage von ihrem Goldie und dem CC. CC stand für Cane Corso.

Wir haben keine Vorurteile gegenüber Hunderassen. Wir zweifeln aber an der charakterlichen Eignung mancher Menschen für den Besitz bestimmter Hunderassen. Unser Misstrauen wird immer dann geweckt, wenn bei uns der Eindruck entsteht, es würde versucht uns ganz beiläufig eine bestimmte, gemeinhin als kritisch angesehene Hunderasse unterzuschieben.

Die wahrheitsgemäße und vollständige Angabe der Rasse in der Anmeldung ist Voraussetzung für die Akzeptanz einer Buchung. Bei Zweifeln halten wir Rücksprache mit dem potentiellen Gast und lehnen, wenn die Zweifel nicht ausgeräumt werden können, auch mal eine Buchung ab.

Profi-Hunde – Informiert uns, bevor ihr mit einem Einsatzhund zu uns kommt

Eine Partei fragt an, verbunden mit der Feststellung, dass das Haus in völliger Alleinlage liegen müsse und garantiert keine Spaziergänger vorbeikommen. Der Hund wäre ein Schäferhund und ein Diensthund und sehr “speziell”. OHA, dachten wir. Das wird wohl nichts.

Wir haben überhaupt nichts gegen Diensthunde, Jagdhunde und Polizeihunde. Solange ein solcher Profi-Hund gut sozialisiert ist und/oder zu 100% auf seinen Menschen hört, ist alles in Ordnung.

Von keinem Hund unserer Gäste darf eine Gefahr für seine Umgebung ausgehen. Wir werden im SchwedenParadies, weder Mensch noch Hund oder freilebendes Wildtier dem Risiko aussetzen, das von einer ungeeigneten Kombination aus Mensch und Hund ausgeht.

Die maximale Hundeanzahl je Ferienhaus – 2 (was soviel heißt, wie zwei)

Eine ganz häufige Anfrage ist, ob nicht auch ausnahmsweise mal drei Hunde okay wären. Oder vier ganz kleine. Die wären auch alle ganz lieb.

Kürzlich haben Husky-Fans angefragt, ob sie neben ihren zwei Huskies auch ihren Foxterrier mitbringen dürfen. Während des Aufenthaltes würden sie dann von ihren Freunden besucht, die mit ihren vier Huskies im Nachbarort zur gleichen Zeit Urlaub machen. Die Hunde der Freunde würden dann nicht mit ins Haus kommen, sondern im Garten angebunden. Die Gesamtzahl der Hunde auf dem Grundstück läge während ihres Aufenthaltes immer mal wieder bei sieben. Ich habe mich zur Buchung überreden lassen, war damit aber überhaupt nicht glücklich. Als ich die Gesamtzahl der Hunde danach höflich und vor allem einvernehmlich auf die drei Hunde der Gäste zu beschränken versuchte, sah ich mich verärgerten Mietern gegenüber, die zu keinerlei Kompromissen bereit waren und im Mailwechsel unsachlich, persönlich und beleidigend wurden. Am Ende stand eine unschöne Stornierung. So etwas wird nicht noch einmal vorkommen.

Unserer Meinung nach sind unsere Ferienhäuser für ein oder zwei Hunde sehr gut geeignet. Der Platz im Ferienhaus ist endlich. Ab einer gewissen Hundezahl leiden Haus und Inventar. Die Grundstücke liegen zwar traumhaft, bieten dabei aber nur relativ kleine Rasenflächen, ein wenig angelegte Rabatten und direkt angrenzenden Wald. Auch wenn die Hunde nur ihr kleines Geschäft auf dem Grundstück erledigen, bleibt bei einer größeren Anzahl Hunde langfristig nicht mehr viel von der Außenanlage übrig.

Deshalb haben wir die maximale Hundezahl pro Ferienhaus auf zwei Hunde festgelegt. Festgelegt bedeutet, dass es sich bei der Zahl Zwei nicht um eine Diskussionsgrundlage handelt, die sich beliebig erweitern lässt. Diese Zahl gilt auch dann, wenn unsere Gäste während ihres Urlaubes Besuch von Freunden oder Verwandten mit Hund(en) bekommen. Maximal zwei Hunde bedeutet tatsächlich maximal zwei Hunde.

Die Sache mit der läufigen Hündin – Lasst und vorher drüber reden

Einige, wenige Besitzer von im Urlaub läufigen Hündinnen haben uns in unseren Ferienhäusern unschöne farbige Andenken hinterlassen, die erhebliche Reinigungsaufwand erfordert haben. Deshalb sind seitdem läufige Hündinnen im Mietvertrag (zunächst) pauschal untersagt. Nach Rücksprache und Abstimmung bei der Anmeldung oder vor der Anreise, machen wir aber von dieser Regelung durchaus Ausnahmen. Wer uns erst hier vor Ort vor die vollendete Tatsache einer läufigen Hündin stellt, riskiert, den Urlaub bei uns umgehend zu beenden.

Ich bin selbst gespannt, was wir bis zum dritten Teil der Hunde-Saga so alles erleben und erfahren werden…

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