Das SchwedenParadies macht Urlaub – Teil 2

Gestern sind wir alle müde und zufrieden ins Bett gefallen und heute geht es wieder los, um neue Abenteuer zu erleben.

Am Vormittag steht der Älgfallet (schwedisch) oder auch Elgåfossen (norwegisch) in der Nähe der Ortschaft Vassbotten auf dem Programm. Das ist der höchste Wasserfall in Bohuslän mit 46 Metern Fallhöhe und er liegt direkt auf der Grenze zu Norwegen.

Die Sonne lacht uns vom blauen Himmel zu und die Temperaturen steigen auf wahnsinnige 26°C – und das Ende April.

Dieses Mal hatten wir Glück und waren die einzigen Besucher. Keine anderen Autos, keine anderen Menschen, nur wir und der Wasserfall.

Von einem kleinen Parkplatz, der auch maximal für 2 Autos Platz bietet, ging die Ausschilderung hinein in den Wald auf einem kleinen Singletrail.

Das Rauschen war schon in der Ferne zu hören und auch wenn die Trockenheit ihren Tribut gefordert hat und der Fluss nicht so viel Wasser führt, ist es doch deutlich mehr als ein Rinnsal.

Eine kleine Holzbrücke führt oberhalb des Wasserfalls über den Fluss und direkt in der Mitte verläuft die Grenze zu Norwegen. Ganz ohne Grenzkontrolle, Zollbeamte und Passkontrolle haben wir so das erste Mal norwegischen Boden betreten. Ein wirklich grenzüberschreitender Urlaub.

Die Aussicht von hier oben ist schon fantastisch und das gute Wetter tut ein übriges für einen gelungenen Tagesausflug.

Auf der norwegischen Seite ging es dann über eine sehr steile Treppe wieder bergab.

Seven habe ich vorsichtig an der Leine runtergeführt und bin vor ihr gegangen, damit sie nicht stürzt. Hurley haben wir gemeinsam “abgeseilt”: Norbert stand oben mit der Flexileine und hat ihn gehalten, ich bin vorsichtig vor ihm hergegangen und unser Opa hat seine Füße für so einen Grobmotoriker perfekt koordiniert. Schließlich konnten wir das erste Mal den Wasserfall von unten bewundern.

Einige Kraxeleinen, Gerutsche auf Tannenzapfen und verzweifelte Langsam-Rufe zu den Hunden später sind wir glücklich und unverletzt wieder am Boden angekommen. Der Weg ist definitiv eine Herausforderung, aber die Mühen haben sich gelohnt.

Über eine zweite Brücke ging es dann unten wieder zurück über den Fluss auf die schwedische Seite. Eine wirklich wunderschöne Landschaft. Bis 1960 haben direkt am Fuße des Wasserfalls noch Menschen gewohnt. Wie nicht anders zu erwarten gab es hier früher auch ein Sägewerk und eine Mühle, beides über die Wasserkraft angetrieben.

Zum Auto zurück ging es dann auf der anderen Seite wesentlich unspektakulärer bergauf und damit war unsere Rundtour beendet.

Ein Kommentar zu „Das SchwedenParadies macht Urlaub – Teil 2“

  1. Wow! Spannung hoch10 – ich bin begeistert. Auch froh, das alles gut geklappt hat. Und nun fängt alles an zu blühen… herrlich.
    In Gedanken bei Euch
    Liebe Grüße Schippi

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